Geschichte |
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Mit der Französischen Revolution fängt eigentlich die Geschichte des Bezirksverbands
Pfalz an. Denn nachdem die Revolutionstruppen das linksrheinische Gebiet 1798 besetzt
hatten, führte Napoleon (hier gemalt von François-Pascal Baron Gérard um 1810) im Jahr
1800 den Conseil général auf französischem Staatsgebiet und damit auch auf pfälzischem
Boden ein. Mit diesem Departementalrat genossen die Pfälzer neben den Ansätzen einer
regionalen Selbstverwaltung die Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung, die Rede-,
Vereins-, Gewerbe- und Pressefreiheit, wenngleich die Möglichkeiten der Mitbestimmung
sehr gering waren.
Dies änderte sich erst, als die Pfalz 1816 zum Bayerischen Königreich kam. König Maximilian I. Joseph ließ nämlich auf Drängen der Pfälzer den von den Franzosen gegründeten Departementalrat als "Landrath" neu installieren, in den 20 Persönlichkeiten aus der Pfalz berufen wurden. Damals schlug die Geburtsstunde des Bezirksverbands Pfalz, ist doch sein höchstes Entscheidungsgremium, der Bezirkstag Pfalz, Nachfolger des Landraths. Er stellte eine zwar bescheidene, aber dennoch erste Volksvertretung auf deutschem Boden dar. Bemerkenswert ist, dass das eher reaktionäre Bayern diese bewährte Institution im Jahre 1828 im übrigen Königreich einführte.
